Gegen UHC Oekingen setzte es auswärts eine 8:10-Niederlage. Ein Resultat, das weh tut, aber gleichzeitig zeigt: Diese Serie lebt. Und wie.
Der Start? Eher Kategorie «verschlafen mit Ansage». Nach dem ersten Drittel lag man 1:3 zurück, kurz nach der Pause sogar 1:5. In einem Finalspiel ist das ungefähr so hilfreich wie ein Loch im Stock. Doch was dann folgte, war eine Reaktion, die man dieser Mannschaft hoch anrechnen muss. Gossau kämpfte sich zurück, Tor für Tor, Emotion für Emotion – plötzlich stand es 4:5. Spiel wieder offen, alles auf Anfang.
Bis zur zweiten Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem UHC Oekingen knapp mit 7:6 führte. Doch dann kam der Moment, in dem UHCevi Gossau das Spiel eigentlich auf seine Seite zog: das 8:7, die erstmalige Führung. Kontrolle war da, Ruhe auch – zumindest für einen kurzen, trügerischen Augenblick. Und dann? Genau diese kleinen Details, die Finals entscheiden. Zwei unnötige Gegentore, die man so einfach nicht kassieren darf, wenn man ganz oben stehen will. Plötzlich wieder Rückstand. Und als man alles nach vorne werfen musste, fiel ganz am Ende noch das zehnte Tor der Deckel drauf.
Das Bittere: Dieses Spiel hätte auf beide Seiten kippen können. Das Positive: Man war absolut auf Augenhöhe. Trotz schwachem Start, trotz Rückstand – Gossau hat gezeigt, dass es diese Serie gewinnen kann. Aber eben auch, dass kleine Fehler auf diesem Niveau gnadenlos bestraft werden.
Jetzt kommt die vielleicht entscheidendste Woche der Saison. Analyse statt Ausreden. Details statt grosser Reden. Denn am 18.04. wartet das Heimspiel in Gossau und wer die AL Arena kennt, weiss: Dort wird es laut. Sehr laut. Vielleicht sogar unangenehm laut für den Gegner. Nicht umsonst spricht man von der besten Stimmung in der Kleinfeldszene.
Mit einem Sieg gleicht Gossau die Serie aus und erzwingt das Entscheidungsspiel am 19.04. auswärts. Verlieren ist keine Option – aber Druck gehört in einem Final dazu wie der Ball zum Stock. Oder etwas nüchterner gesagt: Jetzt zeigt sich, ob man nur ein gutes Team ist oder ein Meisterteam.
21. Oekingen 4:1 (PP), 22. Oekingen 5:1, 24. Walter (Herrmann) 5:2, 27. Walter (J. Abbühl) 5:3 (PP), 29. A. Abbühl (J. Abbühl) 5:4, 33. Oekingen 6:4, 33. Oekingen 7:4, 34. Walter (J. Abbühl) 7:5 (PP), 39. Walter (Schmid) 7:6;
42. Schmid (Herrmann) 7:7, 43. J. Abbühl (Gal) 8:7, 53. Oekingen 8:8, 54. Oekingen 8:9, 60. Oekingen 8:10 (3:4).