Im alles entscheidenden dritten Spiel setzt sich der UHCevi Gossau gegen hartnäckige Gegner von UHC Nuglar United durch und zieht zum fünften Mal in Serie in den Final ein – eine Marke, die man in dieser Liga erst einmal nachmachen muss.
Spielverlauf – Kampf, Emotionen und ein kühler Kopf
Es war von Beginn an klar: Hier gibt es nichts geschenkt. Nuglar spielte mutig, aggressiv und mit viel Tempo – genau so, wie man es erwartet hatte. Gossau hingegen wirkte zu Beginn leicht verhalten, vielleicht auch mit dem Wissen im Hinterkopf, was auf dem Spiel stand.
Die Partie entwickelte sich schnell zu einem typischen Entscheidungsspiel:
- viele Zweikämpfe
- wenig Platz
- hohe Intensität
Kurz gesagt: schön war anders, aber spannend allemal.
Nuglar erwischte phasenweise sogar die besseren Momente und zeigte, warum sie diese Serie auf Spiel 3 verlängern konnten. Doch – und das ist eben der Unterschied eines Spitzenteams – Gossau blieb ruhig. Keine Hektik, kein unnötiges Risiko.
Und dann schlug die Routine zu.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm Gossau mehr Kontrolle, nutzte seine Chancen effizienter und zeigte vor allem defensiv die nötige Stabilität. Genau das, was in solchen Spielen den Unterschied macht. Im ersten Drittel kehrten die Gossauer einen 0:2 und 2:5 Rückstand um mit 7:6 in die Pause zu gehen.
Das 2. Drittel dominierten die Gossauer vor allem im Spiel 3 gegen 3. Man leistete sich auch deutlich weniger Strafen was sich positiv auf die Gegentore auswirkte. Mit 11:8 ging es in die letzte Drittelspause.
Obwohl die Gossauer das Spiel kontrollierten gelang Nuglar kurzzeitig der Anschluss auf 11:10. Doch die Gossauer waren die klar bessere Mannschaft und auch pyhsisch in dieser Phase noch frischer als die Gastgeber. Dazu kommt, dass die Gossauer mit 3 starken Linien die Last auf viele Schultern verteilen konnten.
Überragender Mann einmal mehr Jason Abbühl mit 8 Toren, aber auch Philip Schmid brillierte sowie das ganze Team, am ende eine grossartige Teamleistung.
Der entscheidende Faktor: Erfahrung
Wenn es eng wird, braucht es Spieler, die solche Situationen kennen. Und davon hat Gossau einige – vielleicht sogar mehr als jede andere Mannschaft der Liga.
Man merkte:
- bessere Spielkontrolle in den entscheidenden Momenten
- cleveres Zeitmanagement
- kalte Effizienz vor dem Tor
Oder anders gesagt: Gossau spielte nicht spektakulär, aber abgeklärt. Und genau das reicht eben oft.
Nuglar – ein Gegner auf Augenhöhe
Trotz Niederlage verdient Nuglar grossen Respekt. Sie haben Gossau alles abverlangt und gezeigt, dass sie absolut playoff-tauglich sind. Ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit – und die Serie hätte auch anders ausgehen können.
Der Ausblick – Final gegen Oekingen
Und jetzt? Jetzt wartet das, was viele schon erwartet haben: Der Final gegen UHC Oekingen. Eine Neuauflage des letztjährigen Finals – und dieses Mal mit zusätzlicher Würze:
- Oekingen ist aktueller Cupsieger
- Gossau will seine Dominanz bestätigen
Daten zum Final:
- 🗓 11.04. – Spiel 1 (auswärts in Oekingen) → Fancar dürfte rollen
- 🗓 18.04. – Spiel 2 (AL arena, Gossau)
- 🗓 19.04. – mögliches Spiel 3 (wieder in Oekingen)
Fazit – Pflicht erfüllt, Kür folgt
Gossau steht im Final. Das war das Ziel – und das wurde erreicht. Aber: Überzeugend? Nicht durchgehend. Dominant? Nur phasenweise.
Und genau das macht die Sache spannend. Denn gegen Oekingen reicht ein „solides Spiel“ nicht mehr. Da braucht es die beste Version dieses Teams. Oder um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: Finaleinzug schön und gut – aber Titel gibt’s keinen für „zum fünften Mal dabei“.
Jetzt zählt nur noch eins. 🏆
24. A. Abbühl (J. Abbühl) 6:8, 28. Schmid (d'Hooghe) 6:9 (PP), 28. Nuglar 7:9, 32. J. Abbühl (A. Abbühl) 7:10, 37. Nuglar 8:10, 38. Schmid (Herrmann) 8:11;
42. Nuglar 9:11, 44. Nuglar 10:11, 46. Schmid (J. Abbühl) 10:12, 46. Walter (Gut) 10:13, 47. J. Abbühl (d'Hooghe) 10:14, 49. Walther (Ehrensperger) 10:15, 49. J. Abbühl (A. Abbühl) 10:16, 53. A. Abbühl (J. Abbühl) 10:17, 55. Nuglar 11:17, 55. Nuglar 12:17, 57. Schmid (Walter) 12:18, 58. Hürlimann (Walther) 12:19, 59. A. Abbühl (J. Abbühl) 12:20, 59. Nuglar 13:20, 59. Nuglar 14:20, 59. J. Abbühl (d'Hooghe) 14:21.