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Gossau`s Damen holen sich den Meistertitel!
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Damen Playoff-Final :: Revanche geglückt, Belle erzwungen PDF Drucken
Geschrieben von Martin Keller   
20.04.2011
Nach der unglücklichen Niederlage in Zuchwil haben die Damen vom UHCevi Gossau den Spiess umgedreht und mit einem 13:12 gegen den UHC Oekingen ein Entscheidungsspiel in Zuchwil erzwungen.


UHCevi Gossau – UHC Oekingen  13:12  (6:3, 3:1, 4:8)
Berufsschule, Uster ZH. 240 Zuschauer. SR: Strähl


Tore: 1:45 Vez 0:1, 1:59 Brüngger 1:1, 4:08 C. Jäggi 1:2, 6:57 Ulrich (Kilchsperger) 2:2, 10:18 Egli 3:2, 13:25 Vez (C. Jäggi) 3:3, 15:25 Kilchsperger (Eugster) 4:3 (PP), 16:29 Ulrich 5:3,18:17 Eugster (Kilchsperger) 6:3 (PP);
32:20 Kuhn (Schulthess) 7:3 (PP), 34:28 Eugster (Ulrich) 8:3 (PP), 38:17 Schulthess (Kuhn) 9:3 (PP), 38:33 Hofstetter (Vez) 9:4;
42:11 Kuhn 10:4, 45:18 Kuhn (Schletti) 11:4, 45:30 C. Jäggi (Vez) 11:5,  46:18 Tanner (Kuhn) 12:5, 47:16 C. Jäggi 12:6, 48:36 Rothen (Vez) 12:7, 48:39 Kilchsperger 13:7, 48:58 Hofstetter (Vez) 13:8, 51:41 Rothen (Vez) 13:9, 51:54 Rothen (Vez) 13:10, 54:50 Rothen (Vez) 13:11, 59:09 C. Jäggi (Vez) 13:12.

Strafen: Gossau keine, Oekingen 7 x 2 Minuten

Gossau: Bolliger; Schulthess, Luginbühl, Kuhn; Egli, Brüngger, Gasner; Eugster, Kilchsperger, Ulrich; Tanner, Schletti, Eglauf.

Oekingen: Thomet, Misteli; C. Jäggi, Vez, Rothen; M. Jäggi, Krähenbühl, Hofstetter; Schenker, Tschui, Binggeli.

Bemerkungen: Allemann bei Gossau überzählig. Die frischgebackenen Schweizermeister vom Herren I unterbrachen ihre Siegesfeiern, um als Fans ihre Kolleginnen zu unterstützen!

Die Ausgangslage war klar. Nach der 9:7 Niederlage im ersten Playoff-Finalspiel mussten die Einheimischen unbedingt gewinnen, wenn sie den Titel ins Zürcher Oberland holen wollten. Keine leichte Aufgabe, wenn man die Resultate der Oekingerinnen unter die Lupe nahm. Mit 17 Siegen und nur einem Unentschieden in der Regular Season, einem glatten 2:0 im Playoff Halbfinal gegen Mettmenstetten Unicorns und schliesslich der 9:7 Erfolg im ersten Playoff-Final-Spiel  waren gewichtige Argumente für die Solothurnerinnen. Nur ein einziges Mal mussten sie sich ganz knapp geschlagen geben, nämlich im diesjährigen Ligacup-Final gegen … Gossau!

Das war die Ausgangslage vor dem dritten Duell der zweifellos besten beiden Mannschaften in der Kleinfeldszene in diesem Jahr.

Von allem Anfang an war klar, dass sich die beiden Teams nichts schenken würden und ein intensiver Kampf war zu erwarten. Die Ö-Queens erwischten allerdings den besseren Start und lagen nach knapp zwei Minuten in Führung. Lange konnten sie sich aber daran nicht freuen, denn nur 15 Sekunden später glich Christina Brüngger unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer aus. Jetzt waren auch die Gossauerinnen im Final angekommen und versuchten das Spiel in die Hand zu nehmen. Aber es waren erneut die Solothurnerinnen, die in Führung gehen konnte, als Corinne Jäggi das 2:1 erzielte. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt sehr ausgeglichen und so war der Ausgleich durch Sharon Ulrich keine Überraschung. Und es kam noch besser, als Melanie Egli mit einem wunderschönen Backhand Zwick die Torfrau der Oe-Queens überraschte. Zwar konnte Alice Vez für die Gäste noch einmal ausgleichen aber die Zürcherinnen wurden immer überlegener, sodass die Solothurnerinnen Strafen nehmen mussten. Seraina Kilchsperger und Pia Eugster nützen diese im Powerplay eiskalt aus. Dazwischen traf auch Sharon Ulrich noch einmal, sodass das erste Pausenresultat mit 6:3, einem beruhigenden Dreitorevorsprung feststand. Von Seiten der Gäste wurde moniert, dass Schiedsrichterin Anna Strähl, die ihren Kollegen Killias ersetzt hatte, sehr streng gepfiffen haben sollte. Das mochte schon zutreffen, allerdings hatte sie für beide Teams denselben Massstab. Vielleicht war es für Gossau ein Vorteil, dass schon die Halbfinals von Anna Strähl gepfiffen wurden und der Massstab schon bekannt war. Jedenfalls für den unvoreingenommenen Schüleraufsatzschreiber hat die Unparteiische eine vorzügliche Leistung abgeliefert.

Im zweiten Drittel geschah lange nichts Zählbares. Drei Tore sind zwar ein schönes Polster, aber sie können sehr schnell aufgeholt werden. Also war weiterhin Konzentration gefragt und die defensiven Aufgaben durften keinesfalls vernachlässigt werden. Die Gossauerinnen konnten nun geduldig auf eine Gelegenheit warten, um zuzuschlagen. Als die Ö-Queens erneut eine Strafe nehmen mussten, war es soweit: Flurina Kuhn auf ein Zuckerpässchen von Michèle Schulthess war im Powerplay erfolgreich und zwei Minuten später doppelte Pia Eugster ebenfalls im Powerplay nach. Und da aller guten Dinge drei sind, nützte Michèle Schulthess auch das dritte Powerplay zum 9:3. Dass kurz vor Drittelsende Ruth Hofstetter noch das 9:4 erzielen konnte störte kaum einen Zürcher auf der Tribüne. Zu klar waren das Resultat und die Überlegenheit der Zürcherinnen.    
     
Entspannt gingen die Gossauer in die zweite Pause. Selbst Joe Stöckli, der Regionalliga-Präsident, der für die Pokal- und Medaillenübergabe gekommen war, hatte dieselben wieder in sein Auto verpackt. Gesprächthema in der Pause war primär das dritte Spiel in Zuchwil, das zweite hatte man abgehakt.

Nicht so die Ö-Queens. Sie begannen nun bei eigenem Ballbesitz mit vier Feldspielern und ohne Torfrau und konnten Gossau bald unter Druck setzen. Diese nutzten aber geschickt zweimal einen Konter aus und eine Viertelstunde vor Ende sah das Resultat mit 11:4 schon fast brutal aus. Auch das 11:5 beantwortete Sibylle Tanner umgehend mit dem 12:5. Niemand hätte noch nur einen Rappen auf die Oekingerinnen gewettet. Zwar erzielten sie kurz hintereinander wiederum zwei Tore zum 12:7, was Seraina Kilchsperger nur drei Sekunden später sofort mit dem 13:7 quittierte. Man blieb im Publikum weiterhin entspannt, aber es war den Experten nicht entgangen, dass sich im Gossauer Team eine gewisse Passivität eingeschlichen hatte. Dumme Ballverluste gegen die aggressiven Gegnerinnen waren die Folge und man hatte kaum noch Ballbesitz. Und schon klingelte es wieder innerhalb 13 Sekunden im Gossauer Kasten. Oekingen verkürzte auf 13:10, was Trainer Bücheler bewog, sein Timeout zu nehmen. Nochmals schwor er seine Spielerinnen darauf ein, dem Ball Sorge zu tragen und keine überhasteten Abschlüsse zu suchen, auch wenn das leere Tor dazu verlocken würde. Das half immerhin die nächsten drei Minuten gegen die Morgenluft witternden Solothurnerinnen. Gut fünf Minuten vor Ende gelang das 13:11. Gossau verteidigte mit allem, was zur Verfügung stand und Sereina Bolliger war manches Mal Retterin in höchster Not. Kurz darauf wurde Stephanie Binggeli in die Kühlbox geschickt.  Oekingen operierte weiterhin ohne Torhüterin und hatte auf dem Feld dadurch Gleichstand. Zwar hatte der Druck aufs Gossauer Tor etwas nachgelassen, aber trotzdem brandete Angriff um Angriff Richtung Sereina Bolliger. An ein Powerplay der Gossauerinnen war nicht zu denken. Drei Minuten vor Schluss waren die Ö-Queens wieder vollständig und begannen den Schlussspurt bis Barbara Rothen eine weitere Zweiminuten Strafe nahm. 57:47 + 2 Minuten macht 59:47 und dann noch 13 Sekunden in Vollbesetzung, rechnete man im Zuschauerraum. Zudem hatte man ja immer noch zwei Tore Vorsprung. Powerplay war kein Thema mehr. Wieder wehrten sich die Gäste mit drei Feldspielerinnen und ohne Torhüter es gelang 53 Sekunden vor Schluss mit einem Shorthander der Anschlusstreffer. Jetzt lagen die Nerven bei den Zuschauern definitiv blank,  und ein hochdramatisches Finale kündete sich an. Aber die Oberländerinnen konnten den Kopf gerade noch aus der Schlinge ziehen und bei der Sirene lagen sie vorne. Zwar nur mit einem Tor, aber das interessierte keinen mehr. Die Entscheidung war vertagt.

Die aktuell besten Kleinfeld Damen-Teams  lieferten sich ein erbittertes Duell auf höchstem Niveau mit dem besseren und Ausgang für die Einheimischen. Hätte man nur die ersten zwei Drittel gesehen, wäre die Prognose für das dritte Spiel klar. Im letzten Drittel aber zeigten die Solothurnerinnen eine beeindruckende Aufholjagd und alle Achtung vor einer Equipe, die auch beim Stande von 4:11 nicht aufgibt. So steigen Gossau und Oekingen mit intakten Chancen in den finalen Showdown in Zuchwil, bei welchem dann die Medaillen definitiv und ganz sicher vergeben werden.

    
Christina Brüngger sagt dem Heimpublikum «Tschüss».   

 Captain Seraina Kilchsperger verabschiedet Assistenzcoach Linus Widmer

Letzte Aktualisierung ( 13.05.2011 )
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1/128-Final
26.5.2013, 17:00
Oberseen, Winterthur
vs. Winterthur United


Playoff-Finals

Herren I
vs. UHC Kappelen
7:5 (2:2,3:3,2:0)
11:6 (2:1,4:0,5:5)

Damen I
vs. Tafers-Schmitten
12:5 (4:3,5:0,3:2)
11:5 (6:2,0:1,5:2)


Liga Cup Finals

Damen I
vs. Oekingen
5:3 (1:1,1:0,3:2) 

Herren I
vs. Canes
14:6 (3:1,4:2,7:3)






 
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